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München: Nichtinvasive, langfristige Beobachtung von Zellen möglich

22. Mai
1 Min. Lesezeit

Ein Team unter der Leitung von Prof. Gil Westmeyer, Direktor des Instituts für Synthetische Biomedizin (ISBM) am Helmholtz Zentrum München, hat eine neue Methode entwickelt, um mehrfach aktuelle Geninformationen aus lebenden Zellen zu gewinnen, ohne sie zu zerstören. Dies wird künftig eine bessere Überwachung von Stammzellen für Therapien oder die Wirkung von Medikamenten in den Zellen ermöglichen.


Virus-ähnliche Partikel transportieren Boten-RNA aus der Zelle. Computer-generiert.

Bislang mussten Zellen z.B. für eine Transkriptomanalyse zerstört werden, um zu untersuchen, welche Gene gerade aktiv sind. Dies macht jedoch bislang eine Beobachtung dieser Prozesse über längere Zeiträume unmöglich.


Bei dem neuen Verfahren namens NTVE (Non-destructive Transcriptomics via Vesicular Export) werden virusähnliche Partikel eingesetzt. Diese Partikel transportieren Boten-RNA – die aktiven Genprodukte – aus den lebenden Zellen heraus. Die RNA wird anschließend aus den Bläschen außerhalb der Zelle extrahiert und analysiert. So können die Forscher feststellen, welche Gene gerade aktiv sind.


Originalpaper:

Armbrust N, Grosshauser M, Geilenkeuser J, Stroppel L, Jozinovic M, Levermann H, Panne T, Wißmann J, Goelitz L, Schmidt S, Orschmann T, Rusha E, Steinmaßl E, Widenmeyer F, Warsing N, Sabry M, Sultanbai A, Santl T, Geerlof A, Berezin O, Bodea SV, Moretti A, Schneider S, Theis F, Gagneur J, Truong DJ, Westmeyer GG. Non-destructive transcriptomics via vesicular export. Nat Commun. 2026 Apr 25;17(1):3812. doi: 10.1038/s41467-026-72072-w. PMID: 42034633; PMCID: PMC13121718.


Quelle und weitere Informationen:

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