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Alzheimer-Forschung mit Organoiden: Gut geeignet, aber noch viel zu tun

8. Sept.
2 Min. Lesezeit

Ein internationales Forschungsteam hat vorliegende Forschungsarbeiten zu Gehirnorganoid-Modellen für die Alzheimerforschung systematisch ausgewertet und Schwächen gefunden. Das Team schlägt daher ein zehnstufiges Bewertungssystem für die objektive Bewertung von Organoid-Modellen vor.


Bild Computer-generiert.


Alzheimer (Morbus Alzheimer) ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der sich schädliche Eiweißstoffe – sogenannte Amyloid-Plaques und Tau-Proteine – im Gehirn ablagern. Dies stört die Funktion der Nervenzellen, bis die Zellen schließlich absterben. Es steht außer Frage, dass Forschung mit dem Ziel von Behandlungsmöglichkeiten dringend notwendig ist.


Sogenannte Tiermodelle - meist Mäuse - können die Komplexität des menschlichen Gehirns nicht abbilden, was zum Scheitern klinischer Studien führt. So können zum Beispiel Mäuse nur eine Tau-Isoform ausbilden, während der Mensch sechs Isoformen besitzt.


Eine Lösung wären daher Gehirnorganoid-Modelle aus menschlichen Patientenzellen. Derartige Organoide können die genetischen und molekularen Besonderheiten des menschlichen Gehirns nachbilden, insbesondere die Vielfalt der Tau-Isoformen, die bei Alzheimer und verwandten Erkrankungen eine Rolle spielen. Sie können typische pathologische Merkmale wie Tau-Phosphorylierung, Aggregation und neuronalen Verlust zeigen.


Das klingt also vielversprechend, jedoch hat das Forschungsteam in seiner Studie zahlreiche Probleme bei der Übertragbarkeit von Organoid-Modellen in die klinische Forschung identifiziert. So fehlt der Reifegrad der Zellen in den Organoiden, vor allem ausgereifte Tau-Isoformen, die zelluläre Komplexität z. B. Mikroglia, Gefäßzellen oder Oligodendrozyten ist oft nicht gegeben und die krankheitsspezifische Pathologie wird häufig nur unvollständig nachgebildet.


In ihrer Studie schlagen die Forscherinnen und Forscher ein umfassendes, zehnstufiges Bewertungssystem vor, um objektive, quantitative Kriterien zur Bewertung von Organoid-Modellen zu bieten.


Quelle und weitere Informationen:

Guruacharya A, Hartung T, Souza Dos Reis R, Moreira NCDS, Attisano L, Bolognin S, Iqbal K, Rajbanshi B. Brain organoids in Alzheimer disease and related tauopathies: Challenges and opportunities for translational readiness. Stem Cell Reports. 2026 Aug 20:103051. doi: 10.1016/j.stemcr.2026.103051. Epub ahead of print. PMID: 42624102.

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