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  • Deutschland: Deutscher Bundeskanzler will Horizon Europe kürzen

    Wie die Nachrichtenplattform Science Business Net berichtet, forderte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz während eines Besuchs in Dublin am 28. Juli Kürzungen am Vorschlag der Europäischen Kommission für den nächsten langfristigen EU-Haushalt „in allen Bereichen“ in Höhe von insgesamt „mehreren hundert Milliarden Euro“. Der entschiedene Widerstand gegen höhere Ausgaben seitens des größten Beitragszahlers zum EU-Haushalt lässt Zweifel an den Plänen aufkommen, das Forschungs- und nnovationsprogramm „Horizon Europe“ deutlich auszuweiten, schreibt die Nachrichtenplattform. Bundeskanzleramt in Berlin. Foto: Martin Künzel, Wikipedia, CC BY-SA 3.0 Ob auch Projekte dadurch berührt werden, die mit tierversuchsfreien Verfahren in zusammenhang stehen, ist noch unklar. Horizon Europe ist nicht nur ein klassisches Förderprogramm mit derzeit 95,5 Milliarden Euro, sondern das umfassende Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm der Europäischen Union. Es verbindet finanzielle Unterstützung mit strategischer Politikgestaltung, internationaler Vernetzung und dem Aufbau von Standards für die Zukunft. Horizon Europe gliedert sich in drei Hauptsäulen und einen übergreifenden Querschnittsbereich. Die Säule I befasst sich mit „Wissenschaftsexzellenz“, bei der der Europäische Forschungsrat (ERC) zukunftsweisende Spitzen- und Grundlagenforschung für Einzelforschende finanziert. Zudem unterstützen die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen die Mobilität, Ausbildung und Karriereentwicklung von Forschenden. Der Bereich Forschungsinfrastrukturen soll weltklassefähige Infrastrukturen in Europa aufbauen und vernetzen. Die Säule II befasst sich mit den globalen Herausforderungen und der europäischen industriellen Wettbewerbsfähigkeit - mit 53 Milliarden am umfangreichsten. Die Mittel verteilen sich auf thematische Bereiche wie Gesundheit, Digitalisierung und Klima, um konkrete gesellschaftliche Probleme zu lösen. Über die Säule II von Horizon Europe werden auch zahlreiche Projekte zu New Approach Methodologies (NAMs) gefördert, allen voran die Initiativen PARC (Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals), eine Partnerschaft mit fast 200 Institutionen, die mit 200 Millionen Euro im Rahmen Horizon Europe unterstützt wird und ein tierversuchsfreies Risikobewertungssystem der nächsten Generation (Next-Generation Risk Assessment, NGRA) aufbauen soll. Das ASPIS Cluster ist ein Verbund aus EU-finanzierten Projekten mit einem Volumen von ca. 60 Millionen Euro. Es entwickelt integrierte, tierversuchsfreie Strategien und Testsysteme (u. a. mit zellbasierten Mini-Organen) für die chemische Risikobewertung (RiskHUNT3R), nutzt computergestützte Ansätze und künstliche Intelligenz, um Toxizitätsrisiken ohne Tierversuche vorherzusagen (ONTOX) und erforscht den genbasierten und zellulären Ersatz für Tierversuche in der Toxikologie (PrecisionTox). Es gibt enge Kooperationen mit Behörden wie der ECHA und der EFSA. Ein weitere Programm ist NAMWISE - eine Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme zur Standardisierung, Validierung und vermehrten regulatorischen Akzeptanz von tierversuchsfreien Methoden. Säule III „Innovatives Europa“ fördert Start-ups und marktfähige Innovationen über den European Innovation Council (EIC). Für das kommende Nachfolgeprogramm Framework-Programm 10, 2028–2034 hat die die Europäische Kommission eine Weiterentwicklung vorgeschlagen, die das bisherige Dreiersäulen-Modell zu einer Struktur aus vier Säulen erweitert. Wobei die erste Säule Grundlagenforschung bestehen bleiben soll, die zweite Säule, "Wettbewerbsfähigkeit und Gesellschaft" soll enger mit industriellen Zielen und dem neuen europäischen Wettbewerbsfonds verknüpft werden. Die dritte Säule "Innovation" soll den Transfer in den Markt fördern, unter anderem durch den Ausbau Europäischen Innovationsrats (EIC). Der bisherige horizontale Querschnittsbereich "Europäischer Forschungsraum" soll zu einer vollwertigen vierten Säule aufgewertet werden. Dafür hatte die Kommission beinahe eine Verdopplung des Etats auf 175 Milliarden vorgeschlagen. Der Rat der Europäischen Union (in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten sind) hat Ende Juni 2026 den Etat in Höhe von 167,9 Milliarden Euro vorgeschlagen. Auch soll mehr nationale Kontrolle und einen Fokus auf Sicherheit und Verteidigung erfolgen. Der deutsche Bundeskanzler forderte nun, das Gesamtbudget der EU merklich zu straffen. Dies setzt auch das geplante 175-Milliarden-Budget des Forschungsrahmenprogramms (FP10) massiv unter Druck - entgegen den Interessen von Universitäten. Auch lehnt die Bundesregierung Vorschläge aus Brüssel strikt ab, neue Eigenmittel – wie etwa eine harmonisierte Körperschaftssteuer auf EU-Ebene – einzuführen, um Großprojekte oder Forschungstöpfe gegenzufinanzieren. Quellen: https://sciencebusiness.net/news/eu-budget/research-funding-risk-germany-opposes-higher-eu-spending?utm_source=ActiveCampaign&utm_medium=email&utm_content=Japan%20and%20EU%20sign%20off%20Horizon%20Europe%20association&utm_campaign=Science%7CBusiness%20Bulletin%20No%20%201315%20%28Copy%29&vgo_ee=GNIgkBwL0vR5NUmXYzqWBZJyMA8nOf1OKTxOclB56uXYNZD2N%2Fh6Xw%3D%3D%3AEw5IWeBRQ19S5rnUjypm14njSPhxsi29 https://research-and-innovation.ec.europa.eu/strategy/strategy-research-and-innovation/jobs-and-economy/strategy-european-life-sciences_en https://www.zabala.eu/opinions/council-eu-fp10/ https://www.horizont-europa.de/ https://european-research-area.ec.europa.eu/news/ec-presents-proposal-next-framework-programme KOWI European Liaison Office of the German Research Organisation (2026). Factsheet: Überblick zu Europäischen Partnerschaften in Horizon Europe. August 2024, aktualisiert März 2026. https://www.kowi.de/kowi/aktuelles/aktualisiertes-kowi-factsheet-zu-den-horizon-europe-partnerschaften.aspx https://www.wko.at/oe/news/horizon-europe-entscheidung-ueber-europas-innovationskraft https://www.eu-parc.eu/ https://aspis-cluster.eu/ https://www.ihi.europa.eu/

  • USA: Kariesprophylaxe-Produkte möglichst tierfrei testen

    Foto: Bruno Pereira, Pixabay. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) prüft derzeit, ob ein in vitro-Testverfahren, das sogenannte pH-Zyklus-Testmodell, als alternatives Prüfverfahren für den Nachweis der Wirksamkeit für Fluorid-Zahnpasta in die OTC-Monographie M021 aufgenommen werden kann. Dafür wird um die Einreichung von Daten erbeten. Die Monographie regelt die Bedingungen, unter denen rezeptfreie Kariesprophylaxe-Produkte als sicher und wirksam gelten. Die aktuelle Monographie verlangt Wirksamkeitsnachweise für Fluorid-Zahnpasta, meist durch Tierversuche oder etablierte In-vitro-Tests. Bislang ist auch der Animal Caries Reduction Test mit Ratten anwendbar, ein biologisches Testverfahren, um die Wirksamkeit von fluoridhaltigen Zahnpasten und Wirkstoffen gegen Karies zu prüfen. Dabei werden meist Ratten mit kariesfördernden Bakterien wie Streptococcus mutans infiziert und mit einer zuckerreichen Diät ernährt, um den Grad der Kariesbildung unter dem Einfluss einer Testzahnpasta zu messen. Dann werden die Zähne der Tiere in einem standardisierten Verfahren mit der jeweiligen Test-Zahnpasta behandelt. Nach einem bestimmten Zeitraum werden die Tiere getötet, um ihre Zähne und Kiefer im Labor mikroskopisch zu untersuchen. Man zählt und bewertet die Kariesläsionen an den Zähnen und vergleicht sie mit den Zähnen der Kontrollgruppentiere, die ebenfalls getötet werden. Da sich die Zahnphysiologie von Nagetieren von der des Menschen unterscheidet, wird bei modernen Zulassungsverfahren (wie die der US Food and Drug Administration) zunehmend auf In-vitro-Alternativen wie pH-Cycling-Modelle oder mikro-computertomografische Analysen gesetzt. Das pH-Zyklus-Testmodell ist ein tierversuchsfreies Verfahren, das entwickelt wurde, um die Wirksamkeit von Fluorid-Zahnpasten bei der Kariesprävention zu bewerten, ohne Tierversuche einzusetzen. Das Modell simuliert die natürlichen Prozesse im Mund, bei denen Zahnschmelz durch Säureeinwirkung demineralisiert und durch Speichel wieder remineralisiert wird. Es gibt verschiedene Varianten des pH-Zyklus-Tests, so z.B. das Featherstone-Modell, das exakt definierte chemische Zusammensetzungen und feste Zeit-Intervalle verwendet. Es fehlt jedoch bislang ein standardisiertes und validiertes Protokoll für diese Varianten. Ein Hersteller, der den pH-Zyklus-Test als Prüfverfahren für seine Fluorid-Zahnpasta anerkennen lassen möchte, sollte daher bei der FDA nun ein standardisiertes Testprotokoll entwickeln, eine multizentrische Validierungsstudie durchführen, die Ergebnisse mit etablierten Tierversuchen vergleichen und alle relevanten Daten und Analysen gemäß den FDA-Vorgaben einreichen. Das Featherstone-pH-Cycling-Modell ist ein im Labor durchgeführter Test, der den natürlichen Wechsel von Demineralisation (Mineralverlust) und Remineralisation (Mineralaufbau) an Zähnen simuliert. Es dient als tierversuchsfreier Ersatz, um die Schutzwirkung von fluoridhaltigen Zahnpasten oder Spülungen gegen Karies zu messen. An den Zahnproben werden künstliche Karies-Schäden verursacht. Dann kommen die Zähne kurz in eine saure Lösung, um Mineralien herauszulösen. Hiernach kommen sie in eine mineralreiche Pufferlösung, die die Remineralisierung des Speichels simulieren soll. Die Proben werden täglich kurz mit der zu testenden Substanz (z. B. Zahnpasta-Lösungen) behandelt. Die Zähne stammen hauptsächlich aus menschlichen Zahnextraktionen (Weisheitszähne, orthopädische Extraktionen oder aus Zahnarztpraxen, wenn die Patienten zustimmen, sie für die Forschung zur Verfügung zu stellen) und –Rinderzähnen. Der Grund soll sein, dass menschliche Zähne aufgrund von Kariesrückgängen seltener verfügbar sind, und für statistisch sichere Testergebnisse Hunderte identische Proben benötigt werden. Aber: Die Ergebnisse des pH-Zyklus-Tests müssen mit etablierten Tierversuchen verglichen werden, um die Gleichwertigkeit zu belegen, obwohl sich die Zahnphysiologie von Nagetieren von der des Menschen unterscheidet. Situation in Europa Da Zahnpasta und Mundspülungen rechtlich als Kosmetika gelten, dürfen für deren Endprodukte oder rein kosmetische Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchgeführt werden, bis auf die rechtliche Grauzone, wenn ein neuer chemischer Inhaltsstoff einer Zahnpasta in riesigen Mengen nach der europäischen Chemikalienrichtline (REACH) industriell hergestellt wird: dann verlangt das Gesetz Tests zur Arbeitssicherheit (z. B. Giftigkeit beim Einatmen im Werk). Auch die biologische Forschung an lebenden Organismen ist mit Tierversuchen möglich. Und da nehmen sie dann ggfs. Ratten oder Mäuse. Quellen: https://www.accessdata.fda.gov/scripts/cder/omuf/index.cfm?event=datareqDetail&utm_medium=email&utm_source=govdelivery Featherstone JD, Stookey GK, Kaminski MA, Faller RV. Recommendation for a non-animal alternative to rat caries testing. Am J Dent. 2011 Oct;24(5):289-94. PMID: 22165456. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22165456/ Stookey GK, Featherstone JD, Rapozo-Hilo M, Schemehorn BR, Williams RA, Baker RA, Barker ML, Kaminski MA, McQueen CM, Amburgey JS, Casey K, Faller RV. The Featherstone laboratory pH cycling model: a prospective, multi-site validation exercise. Am J Dent. 2011 Oct;24(5):322-8. PMID: 22165462.

  • Oregon: National Primate Research Center will schrittweise zum NAM-Zentrum werden

    Das Oregon National Primate Research Center (ONPRC), eines der größten Affenforschungszentren der USA in der Nähe von Portland, wird nun doch keine Auffangstation. Aber es steht vor einer grundlegenden Transformation: Weg von der klassischen Primatenforschung hin zu einem modernen Zentrum für innovative, tierfreie Forschungsmethoden. Im Oregon National Primate Research Center (ONPRC) sind rund 5.000 nicht-humane Primaten, wie Rhesusaffen, Japanmakaken und Javaneraffen (Cynomolgus) untergebracht. Sie werden in Zuchtkolonien für Forschungszwecke gehalten. Tierschützer hatten auf die vollständige Schließung, den sofortigen Zuchtstopp sowie die Umwandlung in ein Tierschutzzentrum bzw. eine Auffangstation für alle dort verbliebenen Affen gehofft. Nun kommt es anders. Nicht-humane Primaten in freier Natur. Foto: Balouriarajesh, Pixabay. Schrittweise Reduktion der Affenversuche Nun hat das Board of Directors der Oregon Health & Science University (OHSU), zu der das ONPRC gehört, gestern einstimmig beschlossen, den Präsidenten der Hochschule zu beauftragen, einen Plan zu entwickeln, der die Anzahl der Affen am Oregon National Primate Research Center (ONPRC erheblich“ reduziert, den Schwerpunkt der Einrichtung auf tierversuchsfreie Modelle verlagert und möglicherweise die Lieferung von Versuchstieren für Labore im ganzen Land beendet. Die NIH (National Institutes of Health) und andere Gremien fordern eine stärkere Integration und Entwicklung von NAMs, um Tierversuche – insbesondere mit Primaten – zu reduzieren, wo immer es wissenschaftlich vertretbar ist. Die Finanzierung durch Bundesmittel war in den letzten Jahrzehnten nicht mehr gestiegen und reiche damit nicht mehr aus, um alle Betriebskosten des ONPRC zu decken. Staatliche Mittel aus Oregon dürfen laut Gesetz nicht für das ONPRC verwendet werden. Deshalb soll das ONPRC die Zahl der gehaltenen Primaten deutlich verringern und die Rolle als nationaler Lieferant von Primaten für Forschungszwecke beenden. Das Zentrum soll zu einem nationalen Exzellenzzentrum für die Entwicklung, Validierung und Implementierung von NAMs (New Approach Methodologies) werden. Ein Restbestand an Primaten solle erhalten bleiben, um weiterhin einzigartige Forschung und die Entwicklung von NAMs zu ermöglichen. Das ONPRC soll zudem umbenannt und als Zentrum für NAMs positioniert werden. Im detaillierten Plan soll die OHSU-Leitung Forschungsbereiche identifizieren, in denen weiterhin Primaten benötigt werden, Maßnahmen ausarbeiten, um die NHP-Koloniegröße zu reduzieren, inkl. einer Umsiedlung in andere Auffangstationen, die Finanzierung des ONPRC soll sichergestellt werden, Mitarbeiter müssen in NAMs geschult werden, alle Stakeholder - auch der Tierschutz - mit einbezogen werden. Außerdem sollen neue Partnerschaften mit dem NIH und anderen Forschungs- und Industrieeinrichtungen eingegangen werden. Quellen und weitere Informationen:https://www.science.org/

  • Lübeck: Forschungsteam arbeitet an globaler Präzisionsmedizin bei Parkinson Empfehlung

    Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Dr. Lara M. Lange und Prof. Dr. Christine Klein vom Institut für Neurogenetik der Universität zu Lübeck hat im Rahmen des „Global Parkinson’s Genetics Program“ die bislang größte genetische Datenanalyse zu Parkinson vorgelegt, die über europäische und nordamerikanische Patienten hinausgeht. Sie fanden heraus, dass krankheitsauslösende genetische Veränderungen je nach Herkunft der Patienten sehr unterschiedlich häufig auftreten. Das Global Parkinson’s Genetics Program (GP2) ist ein internationales Konsortium, das genetische Daten von Menschen mit Parkinson aus aller Welt zusammenführt, um Diagnostik und Präzisionsmedizin weiterzuentwickeln. Das Team wertete genetische Daten von fast 100.000 Menschen aus elf Weltregionen, also auch Afrika, Lateinamerika und Asien, aus und ermittelte, dass die beiden Gene GBA1 und LRRK2, welche Bauanleitungen für Enzyme liefern, die für die „Müllentsorgung“ in Nervenzellen zuständig sind und bei Funktionsstörung zu Parkinson führen, weltweit von Bedeutung sind. Welche Veränderungen jedoch wo auftreten, unterscheidet sich bei Patienten von Region zu Region teils erheblich. Das führt z.B. dazu, dass Menschen außerhalb von Nordamerika und Europa durch das Raster fallen, wenn es um neue, genetisch gezielte Therapien geht.Originalpublikation:Lange LM, Fang ZH, Makarious MB, Kuznetsov N, Atterling Brolin K, Ballard S, Bardien S, Doquenia ML, Heutink P, Houlden H, Iwaki H, Jasaityte S, Jones L, Junker J, Kaiyrzhanov R, Koretsky MJ, Kumar KR; Latin American Research Consortium on the Genetics of Parkinson's Disease (LARGE-PD); Leonard HL, Levine KS, Lim SY, Mencacci NE, Mohamed WMY, Nalls MA, Noyce AJ, Ojha R, Okubadejo NU, Ur Rehman S, Screven L, Shashkin C, Sopromadze S, Stafford EJ, Tan AH, Tan M, Tavadyan Z, Trinh J, Tserensodnom B, Valente EM, Vitale D, Zharkinbekova N, Lohmann K, Bandres-Ciga S, Blauwendraat C, Singleton AB, Morris HR, Klein C; Global Parkinson's Genetics Program (GP2). Parkinson's disease genetics across diverse ancestries: an observational genetic study of causal and risk variants with translational implications. Lancet Neurol. 2026 Aug;25(8):741-754. doi: 10.1016/S1474-4422(26)00198-5. PMID: 42456684.Quelle:https://www.uni-luebeck.de/forschung/aktuelles-zur-forschung/aktuelles-zur-forschung/artikel/weltweit-groesste-studie-deckt-genetische-vielfalt-bei-parkinson-auf.html

  • Europäische Befragung zur aktuellen Situation im Bereich der Aus- und Weiterbildung im Bereich NAMs Empfehlung

    ERA4NAMs (European Research Area for New Approach Methodologies) ist eine europäische Initiative, deren Ziel es ist, die Einführung von NAMs voranzutreiben und zu beschleunigen. Die ERA4NAMs-Arbeitsgruppe für Aus- und Weiterbildung hat eine Umfrage gestartet, um einen Überblick über die aktuelle Situation im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie des Kapazitätsaufbaus im Bereich der NAMs in Europa und darüber hinaus zu gewinnen. Forscher, Lehrkräfte, Regulierungsbehörden, Branchenexperten, Studierende, Nachwuchswissenschaftler, Ausbildungsanbieter, Fachverbänden und weitere, die an der Entwicklung, Vermittlung, Nutzung oder Umsetzung von NAMs beteiligt sind, sind eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. ERA4NAMs will dokumentieren, was bereits an Kursen, Workshops, Schulungsprogrammen, Bildungsressourcen und Initiativen zum Kapazitätsaufbau im Zusammenhang mit NAMs vorhanden ist. Der zweite wichtige Fragenteil bezieht sich darauf, was noch nötig ist, also auf Lücken, den ungedeckten Bedarf und Bereiche, in denen zusätzliche Bildung, Schulung oder Kapazitätsaufbau "einen Unterschied" machen würde. Die Organisatoren bitten darum, diese Befragung auch mit Kolleg:innen, Studierenden, Institutionen, nationalen Netzwerken und allen, die etwas zur Gestaltung der Zukunft der NAM-Aus- und -Fortbildung beitragen können, zu teilen. Hier geht es zur Umfrage: https://lnkd.in/dhhmf-6W

  • Center for Alternatives to Animal Testing schreibt wieder Förderpreise aus

    Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) schreibt wieder den „CAAT Reduction Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis zur Reduzierung von Tierversuchen) und den „CAAT Humane Education Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis für humane Ausbildung) aus. Weltweit sind Forscher und Pädagogen eingeladen, sich zu bewerben. Jedes Stipendium ist mit 6.000 US-Dollar dotiert und dient der Förderung von Projekten, die eine humane, menschenbezogene und verantwortungsvolle Wissenschaft vorantreiben und gleichzeitig die wissenschaftliche Qualität und Innovation stärken. Einreichungsfrist ist der 15. September 2026, 23:59 Uhr (ET) Weitere Informationen: https://caat.publichealth.jhu.edu/caat-humane-education-and-caat-reduction-grants/

  • Lübeck: Forschungsteam arbeitet an globaler Präzisionsmedizin bei Parkinson

    Computer-generierte grafik: geralt. Pixabay. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Dr. Lara M. Lange und Prof. Dr. Christine Klein vom Institut für Neurogenetik der Universität zu Lübeck hat im Rahmen des „Global Parkinson’s Genetics Program“ die bislang größte genetische Datenanalyse zu Parkinson vorgelegt, die über europäische und nordamerikanische Patienten hinausgeht. Sie fanden heraus, dass krankheitsauslösende genetische Veränderungen je nach Herkunft der Patienten sehr unterschiedlich häufig auftreten. Das Global Parkinson’s Genetics Program (GP2) ist ein internationales Konsortium, das genetische Daten von Menschen mit Parkinson aus aller Welt zusammenführt, um Diagnostik und Präzisionsmedizin weiterzuentwickeln. Das Team wertete genetische Daten von fast 100.000 Menschen aus elf Weltregionen, also auch Afrika, Lateinamerika und Asien, aus und ermittelte, dass die beiden Gene GBA1 und LRRK2, welche Bauanleitungen für Enzyme liefern, die für die „Müllentsorgung“ in Nervenzellen zuständig sind und bei Funktionsstörung zu Parkinson führen, weltweit von Bedeutung sind. Welche Veränderungen jedoch wo auftreten, unterscheidet sich bei Patienten von Region zu Region teils erheblich. Das führt z.B. dazu, dass Menschen außerhalb von Nordamerika und Europa durch das Raster fallen, wenn es um neue, genetisch gezielte Therapien geht. Originalpublikation: Lange LM, Fang ZH, Makarious MB, Kuznetsov N, Atterling Brolin K, Ballard S, Bardien S, Doquenia ML, Heutink P, Houlden H, Iwaki H, Jasaityte S, Jones L, Junker J, Kaiyrzhanov R, Koretsky MJ, Kumar KR; Latin American Research Consortium on the Genetics of Parkinson's Disease (LARGE-PD); Leonard HL, Levine KS, Lim SY, Mencacci NE, Mohamed WMY, Nalls MA, Noyce AJ, Ojha R, Okubadejo NU, Ur Rehman S, Screven L, Shashkin C, Sopromadze S, Stafford EJ, Tan AH, Tan M, Tavadyan Z, Trinh J, Tserensodnom B, Valente EM, Vitale D, Zharkinbekova N, Lohmann K, Bandres-Ciga S, Blauwendraat C, Singleton AB, Morris HR, Klein C; Global Parkinson's Genetics Program (GP2). Parkinson's disease genetics across diverse ancestries: an observational genetic study of causal and risk variants with translational implications. Lancet Neurol. 2026 Aug;25(8):741-754. doi: 10.1016/S1474-4422(26)00198-5. PMID: 42456684. Quelle: https://www.uni-luebeck.de/forschung/aktuelles-zur-forschung/aktuelles-zur-forschung/artikel/weltweit-groesste-studie-deckt-genetische-vielfalt-bei-parkinson-auf.html

  • Center for Alternatives to Animal Testing schreibt wieder Förderpreise aus

    Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) schreibt wieder den „CAAT Reduction Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis zur Reduzierung von Tierversuchen) und den „CAAT Humane Education Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis für humane Ausbildung) aus. Weltweit sind Forscher und Pädagogen eingeladen, sich zu bewerben. Jedes Stipendium ist mit 6.000 US-Dollar dotiert und dient der Förderung von Projekten, die eine humane, menschenbezogene und verantwortungsvolle Wissenschaft vorantreiben und gleichzeitig die wissenschaftliche Qualität und Innovation stärken. Einreichungsfrist ist der 15. September 2026, 23:59 Uhr (ET) Weitere Informationen: https://caat.publichealth.jhu.edu/caat-humane-education-and-caat-reduction-grants/

  • Schweiz: VISTACT - Virtuelle Gewebe-Einfärbung in 3D

    Einem internationalen Forschungsteam am Zentrum für Photonenforschung des Paul Scherrer Institut (PSI) unter der Leitung von Dr. Goran Lovric ist es gelungen, mittels hochauflösender Mikro-Computertomografie (µCT) und künstlicher Intelligenz Gewebeproben virtuell einzufärben. Dies liefert ähnliche Ergebnisse wie herkömmliche Histologie-Methoden für die medizinische Diagnostik und Forschung, die zunächst hauchdünn geschnitten und hiernach z.B. Organellen oder Zellen angefärbt werden, um z.B. Gewebeveränderungen zu studieren. Computer-generiertes, angefärbtes Gewebe. Allerdings ist die Methode noch nicht z.B. in Krankenhäusern einsetzbar und die KI erzeugt keine echten histologischen Informationen, sondern plausible Vorhersagen auf Basis der Trainingsdaten. Perspektivisch könnten vielleicht die Antikörperfärbungen zurückgehen, bei deren traditionelle Herstellung noch immer Tiere eingesetzt werden, (z.B. Mäuse zur Gewinnung monoklonaler Antikörper oder z.B. Kaninchen für polyklonale Antikörper), genutzt werden. Die so gewonnenen Antikörper werden mit dem Farbstoff verbunden. Es gibt jedoch bereits tierfrei hergestellte Antikörper aus Bakterien, Hefen, Algen oder dem bekannten Phagen-Display. Originalpublikation: Almagro-Pérez C, Peruzzi N, Galambos C, Song AH, Brunnström H, Gawlik KI, Stampanoni M, Tran-Lundmark K, Lovric G. (2026). Histology-guided 3D virtual staining of microCT-imaged lung tissue via deep learning. J. R. Soc. Interface 23 : 20251186. https://doi.org/10.1098/rsif.2025.1186 Quelle: https://www.bionity.com/ https://www.psi.ch/en/x-ray-tomography-group/people/goran-lovric

  • Brüssel: IHI unterstützt Verzicht auf zweite Tierart In Arzneimittelstudien

    Die Innovative Health Initiative (IHI) hat ihre 13. Ausschreibung angekündigt. Sie soll Innovatoren im Gesundheitswesen unterstützen, den Einsatz von Tieren in Arzneimittelsicherheitsstudien zu reduzieren und Krankheiten im Zusammenhang mit dem Altern und dem Immunsystem bekämpfen. Hauptquartier der Europäischen Kommission in Brüssel. Foto: Von EmDee, Wikipedia, CC BY-SA 4.0 Die Innovative Health Initiative (IHI) ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der europäischen Life-Science-Branche. Im Juli 2026 wird die 13. Ausschreibung offiziell veröffentlicht und heute schon mal auf der IHI-Website thematisiert, damit potenzielle Antragsteller zusätzliche Zeit gegeben wird, ein Konsortium zu finden oder aufzubauen und einen überzeugenden Antrag vorzubereiten. Die folgenden Themen werden in der IHI-Ausschreibung 13 enthalten sein: 1. Ein Netzwerk zur Förderung der nächsten Welle europäischer Innovationen im Gesundheitswesen 2. Ein KI-basiertes toxikologisches Grundmodell und Rahmenwerk zur Unterstützung des Verzichts auf eine zweite Tierart in Arzneimittelsicherheitsstudien 3. Entschlüsselung der Immunwissenschaft altersbedingter immunvermittelter Erkrankungen Am 30. Juni gibt es zum zweiten Thema, dem toxikologischen Modell und Rahmenwerk zur Unterstützung des Verzichts auf eine zweite Spezies in Studien zur Arzneimittelsicherheit, eine Informationssession: https://www.ihi.europa.eu/apply-funding/future-opportunities Weitere Informationen: https://www.ihi.europa.eu/news-events/newsroom/stamp-approval-ihi-call-13-texts-read-them-here

  • Dublin: Herzklappenforschung mit künstlicher Mitralklappe

    Forscher der RCSI University of Medicine and Health Sciences in Dublin, Irland, haben ein künstliches Modell der Mitralklappe entwickelt, das das komplexe mechanische Verhalten der Klappe im menschlichen Herzen originalgetreu nachahmt. Die Studie könnte Forschern helfen, Herzklappenerkrankungen besser zu verstehen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln. Künstliche biologische Herzklappe auf einem Herzgewebe. Computer-generiert. Weitere Informationen vom RCSI University of Medicine and Health Sciences: https://www.rcsi.com/dublin/news-and-events/news/news-article/2026/06/rcsi-researchers-develop-synthetic-mitral-valve-model

  • USA bündeln NAM-Bemühungen und NICEATM bekommt neuen Sitz

    Quelle: Wikipedia. Die National Institutes of Health (NIH) haben am 15. Juni die Einrichtung des „Office of Research Innovation, Validation, and Application“ (ORIVA) bekanntgegeben. ORIVA wird die NIH-weiten Bemühungen zur Entwicklung, Validierung und Skalierung von „New Approach Methodologies“ (NAMs) koordinieren, darunter 3D-Modelle menschlichen Gewebes, computergestützte Werkzeuge und andere tierversuchsfreie Methoden, die die menschliche Biologie besser widerspiegeln können. Dorthin wird auch das National Interagency Center for the Evaluation of Alternative Test Methods (NICEATM) umziehen. ORIVA ist in der Abteilung für Programmkoordination, Planung und strategische Initiativen (DPCPSI) im Büro des Direktors (OD) der NIH angesiedelt und wird einen zweigleisigen Ansatz verfolgen. Ein Bereich wird Innovationen in der Forschungsgemeinschaft durch die Entwicklung neuer Fördermöglichkeiten, Forschungsinfrastruktur und Ausbildungsressourcen unterstützen.  Die andere wird eine behördenübergreifende Initiative koordinieren, um die Bewertung und Akzeptanz neuer Forschungsmethoden zu erleichtern. Das National Interagency Center for the Evaluation of Alternative Test Methods (NICEATM), das für die Förderung neuer methodischer Ansätze zuständig ist, wird diese Arbheit künftig im Rahmen des neu geschaffenen NIH-Büros für Forschungsinnovation, Validierung und Anwendung (ORIVA) fortsetzen. Dieses Büro wird eine entscheidende Rolle bei der Koordinierung der NIH-weiten Bemühungen spielen, humanbasierte Ansätze in der gesamten biomedizinischen Forschung der NIH zu entwickeln, zu validieren und deren Anwendung auszuweiten. Da NICEATM nicht mehr Teil des National Toxicology Program (NTP) sein wird, heißt es zukünftig D-NICETAM. Bei ORIVA gibt es auch fünf sehr interessante Postdoc-Stellenangebote. Sie stehen US-Bürgern, Personen mit rechtmäßigem Daueraufenthaltsstatus sowie ausländischen Staatsangehörigen offen. Informationen zu den einzelnen Stellenangeboten finden Sie auf der Webseite mit den Ausschreibungen (siehe unten). Weitere Informationen: https://www.nih.gov/news-events/news-releases/nih-launches-new-office-advance-human-based-research-reduce-animal-use https://www.zintellect.com/Opportunity/Details/NIH-DPCPSI-ORIVA-NICEATM-2026 https://www.zintellect.com/Opportunity/Details/NIH-DPCPSI-ORIVA-NAM-2026 https://www.zintellect.com/Opportunity/Details/NIH-DPCPSI-ORIVA-MOVIZ-2026 https://www.zintellect.com/Opportunity/Details/NIH-DPCPSI-ORIVA-PBPK-2026 https://www.zintellect.com/Opportunity/Details/NIH-DPCPSI-ORIVA-IATA-2026

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