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  • Übersichtsartikel zu Simulatoren für die Ausbildung von Tierärzt:innen

    Helen Braid von der Universität Liverpool hat eine Übersicht über Simulatoren für die Vermittlung praktischer Fertigkeiten für Tiermedizinstudierende veröffentlicht. Viele von ihnen sind auch für die Aus- und Weiterbildung von Forschungspersonal relevant. Simulatoren für die Tiermedizin sind Geräte oder Systeme, die reale Patienten imitieren sollen und es den Studierenden ermöglichen, Fertigkeiten zu üben, ohne dass sie dafür lebende Tiere und/oder Kadaver verwenden müssen. Der Einsatz von Simulatoren in der tierärztlichen Ausbildung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, da sie einen konsistenten praktischen Unterricht ermöglichen, ohne auf klinische Fälle angewiesen zu sein. Die Literatur zeigt, dass Simulatoren entwickelt und in veterinärmedizinische Lehrpläne auf der ganzen Welt integriert werden, mit dem Ziel, die praktischen Fertigkeiten der Studierenden zu verbessern und den Einsatz von lebenden Tieren und Kadavern zu verringern. In der Übersichtsarbeit wird die verfügbare Literatur zum Einsatz von Simulationen und Simulatoren für die Vermittlung praktischer Fertigkeiten an Tiermedizinstudierenden untersucht. Es wurden wissenschaftliche Datenbanken durchsucht und 73 relevante Artikel ausgewertet. Die Artikel ergaben, dass es eine Reihe von Simulatoren gibt, dass sie die Fähigkeiten der Studierenden verbessern und dass sie in der Regel von den Studierenden positiv bewertet werden. Jede der in den rezensierten Artikeln beschriebenen Studien scheint zu belegen, dass Simulatoren wirksam eingesetzt werden können, um die Fähigkeiten der Studierenden bei der Durchführung bestimmter praktischer Aufgaben zu verbessern. Die für einen chirurgischen Eingriff benötigte Zeit sowie die jeweiligen Leistungsergebnisse der Studierenden, die Simulatoren verwenden, wurden mit der tatsächlichen chirurgischen Leistung und den Eingriffszeiten korreliert. Es hat sich gezeigt, dass die Lernergebnisse beim Training an Modellen gleichwertig oder besser sind als beim praktischen Unterricht an Kadavern oder lebenden Tieren. Originalpublikation: Braid HR. (2022). The Use of Simulators for Teaching Practical Clinical Skills to Veterinary Students — A Review. Alternatives to Laboratory Animals. May 2022. doi:10.1177/02611929221098138

  • Tierrechtsinstitut an der Universität Bremen – Forschung für Rechtspraxis zugunsten der Tiere

    Seit April 2022 gibt es an der Juristischen Fakultät der Universität Bremen eine Forschungsgruppe, die sich ausschließlich mit den Themenfeldern Tierrechte, Tierschutzrecht und dem Recht von Tierschützern befasst. Die Tierrechtsorganisation PETA fördert das Projekt finanziell und gibt regelmäßig Input aus der Praxis. Ein Wahrzeichen der Stadt sind die Bremer Stadtmusikanten. Foto: falco, Pixabay. Ziel sind praktisch verwertbare Ergebnisse, die die Situation der im Gesetz als „Mitgeschöpfe“ bezeichneten Wesen verbessern. Trotz des im Grundgesetz als Staatsziel festgelegten Tierschutzes werden Tierschutzverstöße nur unzureichend verfolgt. Es gibt erheblichen Forschungsbedarf und unzählige offene Rechtsfragen. Mit Prof. Sönke Gerhold – dem Inhaber der Professur – werden auch jeweils zwei Doktoranden, Hilfskräfte sowie die Studierenden mit ihrem Input aktiv sein. Das Projekt soll greifbare neue Arbeitshilfen für die Verwaltung und Rechtsprechung schaffen. PETA weist darauf hin, dass die juristische Forschung über die Rechte der Tiere bedeutend ist, um Veränderungen anzustoßen. Weitere Informationen: https://www.peta.de/neuigkeiten/tierrechte-tierschutz-universitaet-bremen/

  • Modellbasierter Notfallkurs der Veterinärmedizin Berlin

    Professor Jörg Aschenbach, Prodekan für Lehre am Fachbereich Veterinärmedizin Berlin, hat sich mit seinem Team ein besonderes Konzept für den Notfallkurs ausgedacht: Zwei Wochen lang trainieren Studierende intensiv die häufigsten Notfälle der Tiermedizin. Dazu gehören ein angefahrener Hund zum interaktiven Trainieren der Wiederbelebung, ein Rind mit komplizierter Geburt, ein Huhn mit Verdacht auf Salmonellen oder ein Pferd mit Kolik. So ähnlich sieht ein Modellhund für das Üben von Notfallsituationen in der Veterinärmedizin aus. Grafik: Computer-generiert. Statt echter Patienten werden in 16 Stationen rund 90 Tiermodelle verwendet. So müssen nur einige wenige Übungen an Tierkadavern durchgeführt werden. Das Projektteam des Notfallkurses entwickelt auch eigene Modelle, wenn es diese noch nicht gibt, wie das Modell einer Henne für Blutentnahme, Injektion und Tupferproben-Entnahmen. Auf eigene Entwicklungen greift das Team auch zurück, wenn Modelle sehr teuer sind, wie z.B. ein Trainingspferd für etwa 40.000 Euro. Die Ausgründung Vetiqo vertreibt Tiermodelle für die tiermedizinische Ausbildung weltweit, wie z. B. ein Schwein, mit verschiedenen Trainingsmodulen (von der Blutentnahme bis zur Kastration). Per E-Learning über die interaktive Lehr- und Lernplattform tetfolio setzen sich die Studierenden vorab mit den Notfalltrainings auseinander. Die Plattform bietet u.a. rund 40 Lernvideos, interaktive Aufgaben, Fragen und Feedback. Als umfangreiche Lernplattform dient auch das Projekt QuerVet, wofür am Fachbereich Veterinärmedizin bereits viele fallbasierte Szenarien aus der tierärztlichen Berufspraxis digital aufbereitet wurden. In Deutschland bietet inzwischen jede Universität mit Veterinärmedizin auch modellbasierte Lehre an, erklärt Jörg Aschenbach. Oftmals bliebe sie dort jedoch auf kleine Gruppen und Wahlpflichtkurse beschränkt. „Ein Pflichtkurs mit sechs Semesterwochenstunden auf Basis von Modellen, wie wir ihn an der Freien Universität Berlin anbieten, das ist neu – und mit der Zahl der vorhandenen Lehrkräfte eigentlich kaum zu realisieren.“ Gelöst wurde das Problem, indem Studierende während des Kurses auch Coach für eine Station sind. In Deutschland gilt jede Übung am gesunden Tier als Tierversuch. Die intensive Vorbereitung am Modell ist ein Beitrag zum 3R-Prinzip, bei dem es darum geht, Tierversuche zu vermeiden („replace“), zu verringern („reduce“) und zu verbessern („refine“). Weitere Informationen unter: https://www.fu-berlin.de/campusleben/lernen-und-lehren/2021/211007-vetmed-notfallkurs/index.html

  • Uni Gießen: Weniger Tierversuche in der Lehre

    Laut Hessischem Hochschulgesetz soll auf Tierversuche in der Lehre sowie auf die Verwendung von toten Tieren möglichst verzichtet werden. An der Universität Gießen geht der Trend in Richtung Alternativmethoden. Die Corona-geschuldete Zunahme digitaler Formate trägt ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. 2020 sind mehr als 200 Wirbeltiere weniger in der Lehre eingesetzt worden als noch 2018. Insgesamt liegt die Zahl gemeldeter Versuchstiere im Rahmen der studentischen Ausbildung bei 270 (2018: 474) – darunter fallen etwa Pferde, Hunde, Katzen, Vögel, Mäuse und »andere kleine Säuger«. »Generell ist festzustellen, dass in allen Bereichen versucht wird, auf tierersetzende Methoden umzusteigen«, sagt Alexander Goesmann, der Vizepräsident für wissenschaftliche Infrastruktur. Neben Computersimulationen kämen Filme und andere digitale Modelle zum Einsatz, was sich »an vielen Stellen bereits bewährt« habe. »Klassische Tierversuche« gibt es noch in der Biologie und der Veterinärmedizin, allerdings auch allerhand »tierersetzende Methoden«. So werden etwa im Fachbereich Biologie seit Jahren Simulationen zur Herzphysiologie routinemäßig durchgeführt: »Somit konnte ein Tierversuch, beziehungsweise eine Tiertötung und anschließende Organentnahme zu Lehrzwecken, vollständig ersetzt werden.« Darüber hinaus werden im Biologie-Studium laut Rücklauf an die Tierschutzbeauftragten »die nötigen wissenschaftlichen Kenntnisse in Anatomie, Histologie und Physiologie an Organen und toten Tierkörpern vermittelt sowie stoffwechselphysiologische Beobachtungen an Fischen durchgeführt«. Studierende, die sich für eine Spezialisierung im Fach Immunologie entscheiden, lernen außerdem Techniken zur Präparation von Organen der Maus. Auch in der Veterinärmedizin erhalten inzwischen zahlreiche Alternativmethoden den Vorzug. Seit 2020 wird etwa auf die Übung zur Magen-Darm-Physiologie an Ratten verzichtet. Die Wirbeltiere in den Präparierkursen stammen aus der Pathologie oder sind von Tierärzten aus Krankheitsgründen eingeschläfert worden. Zugekauft werden nur Schafe und Hühner, die aus Alters- und Krankheitsgründen aus landwirtschaftlichen Betrieben abgegeben wurden. Für den Praktikumsversuch werden laut der erhobenen Zahlen keine Tiere getötet. Die Pferde-Klinik setze auf »Schlachthofmaterial« zur Übung von Injektionen und Ultraschalluntersuchungen. In den Agrarwissenschaften wird zu »Demonstrationszwecken« auf »Schlachthof- und Kadavermaterial« zurückgegriffen. Ebenso im Medizinstudium. Übungen, bei denen früher Tierversuche durchgeführt wurden – etwa zu Nerven, Muskulatur und Herz – sind durch digitale Simulationen ersetzt worden. Weitere Informationen unter: https://www.giessener-anzeiger.de/stadt-giessen/uni-giessen-weniger-tierversuche-in-der-lehre-91186479.html

  • Klinik für Anästhesiologie in Heidelberg startet virtuelles Trainingsprogramm

    Mit Unterstützung einer Virtual Reality (VR)-Brille wird eine weitere Form der Simulation in der studentischen Lehre und der Weiterbildung von Assistenzärzt:innen der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) eingeführt. Am 9. Dezember startete das Projekt. Nach einer ersten Pilotphase soll das virtuelle Training fester Bestandteil der studentischen Lehre und der klinischen Aus- und Weiterbildung am UKHD werden. Es beteiligt sich damit an einem europaweiten Projekt zur Verbesserung des Trainings von Rettungskräften mithilfe von Mixed Reality (MR), die reale medizinische Simulatoren mit virtuellen Umgebungen kombiniert. 20211209_VR_119 Mit Unterstützung einer Virtual Reality (VR)-Brille wird eine weitere Form der Simulation in der Aus- und Weiterbildung an der Klinik für Anästhesiologie eingeführt. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) Das Simulationstraining von technischen und manuellen Fertigkeiten und Abläufen sowie als Teamtraining ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung von Anästhesist:innen, Notfallmediziner:innen und anderer Gesundheitsberufe. Zwei Projekte setzen hierbei neue Maßstäbe. Die Mitarbeitenden der Klinik für Anästhesiologie werden zusammen mit der Firma TriCAT die beiden Szenarien „Prämedikation mit Fokus auf die Atemwegsevaluation“ und „Management des schwierigen Atemweges“ erstellen und Mitarbeitende und Studierende daran ausbilden. Zusätzlich werden bereits etablierte virtuelle Trainingsszenarien der Software „i:medtasim“ in die studentische Lehre aufgenommen. In der virtuellen Trainingsumgebung werden die Studierenden mit einem Notfallszenario konfrontiert. Durch die Übertragung der Positionsdaten in die VR können sie kooperativ als Team mit ihren virtuellen Händen das medizinische Equipment bedienen und mit dem virtuellen Patienten interagieren. Der zusätzliche Einsatz von virtuellen Trainingsmethoden soll das Vertrauen in das eigene Handeln erhöhen, eine schnellere Reaktion ermöglichen und die Bewältigungsstrategien der medizinischen Ersthelfer verbessern. Weitere Informationen unter: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/neue-wege-in-der-aus–und-weiterbildung/

  • BodyViz bietet neue und vergünstigte eLearning Programme für Anatomiekurse

    Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie hat das Team von Bodyviz, der Anbieter von 3D-Visualisierungen der Anatomie von Mensch und Hund Lösungen für die dringlichsten Probleme des Onlinelernens im Falle von Pandemien entwickelt. Ein Online-Anatomie-Labor als zukunftsweisende Lernform im Medizinstudium (z. B. mittels BodyViz). Auf Basis realer CT- und MRT-Daten können Studierende hochkomplexe, dreidimensionale Organ- und Gefäßstrukturen virtuell sezieren, analysieren und aus verschiedenen Perspektiven betrachten, was den Bedarf an physischen Präparaten in der Lehre ergänzt oder teilweise ersetzt. Grafik: Computer-generiert Vorteile: 1) Schnelle Bereitstellung von Vorlesungs- und Laborressourcen für Studierende in Online- / Remote-Lernumgebungen, 2) Die Auswirkungen von Pandemien wie COVID-19 auf institutionelle und abteilungsbezogene Haushalte können abgemildert werden, 3) Es können Notfallpläne für Pandemie-Szenarien entwickelt werden. BodyViz hat Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die Anatomie-Ausbildung zu mildern. Um den Studierenden schnell anatomische Ressourcen in Online- / Remote-Lernumgebungen zur Verfügung zu stellen, wurde der Fokus auf die Entwicklung des Online Anatomy Lab verlagert. Mit neuen Abonnementpreisen für Studierende und kostenlosen BodyViz Pro Faculty-Lizenzen kann das Team Dozenten helfen, Online-Ressourcen für Vorlesungs- und Sektionslabors für Ihre StudentInnen auf sehr kostengünstige Weise bereitzustellen. Weitere Informationen: https://www.bodyviz.com/contact-us-forms/online-anatomy-lab-form

  • Neues Trainingsmodell für Aneurysma-Behandlungen ersetzt Tierversuche in der Mediziner-Ausbildung am Universitätsklinikum Hamburg

    Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) eine neue Methode entwickelt, um Tierversuche für die Behandlungssimulation von Hirngefäßaneurysmen zu ersetzen. Das Projekt „ELBE-NTM – Development and Evaluation of a Patient-Based Neurointerventional Training Model“ wurde im Rahmen der Ausschreibung „Alternativmethoden zum Tierversuch“ mit knapp einer Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Beispiel für eine maßstabsgetreue Aneurysma-Simulation: Medizinisches Training an einem anatomisch präzisen 1:1-Gefäßmodell aus Silikon. Das Einsetzen von Mikrokathetern und Coils im künstlichen Hirngefäßsystem bereitet Ärzte realistisch auf endovaskuläre Notfälle vor. Grafik: Computer-generiert. Aneurysmen der Hirngefäße sind Aussackungen von Blutgefäßen, die aufgrund des ständigen Blutdrucks innerhalb des Gefäßes platzen können und zu einer lebensgefährlichen Hirnblutung führen können. Vor dem Projekt fanden Aus- und Weiterbildungskurse für die nötigen Operationen der betroffenen Gefäße am Gehirn noch an Tieren wie Kaninchen oder Schweinen statt. Mit dem Ziel, tierversuchsfreie Trainingsoperationen zu schaffen, entwickelte das ELBE-NTM-Team innerhalb von drei Jahren das „Hamburger Anatomische neurointerventionelle Simulationsmodell“ (HANNES). Es bildet den gesamten Gefäßbereich ab und übersteigt die derzeit existierenden tierversuchsfreien Möglichkeiten. In diesem Modell können patientenbasierte Aneurysmen über einen 3D-Druck exakt nachgebildet werden und es ist möglich, einzelne Gefäßabschnitte während des Trainings auszutauschen und verschiedene patientenspezifische Anatomien mit Aneurysmen zu behandeln. „Vorteil ist, dass Mediziner auf diese Weise verschiedene reale Fälle beliebig oft modellbasiert trainieren können und das ganz im Sinne des Tierschutzes“, sagt Professor Dieter Krause, Institutsleiter für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik (PKT) an der TUHH. Am UKE wurden seit der Einführung des HANNES-Demonstrators vor zwei Jahren keine Tiermodelle mehr für das Training von neurovaskulären Aneurysma-Behandlungen verwendet. Zwei weitere Forschungsprojekte laufen derzeit zu endovaskulären Blutgefäßnachbildungen in der Arbeitsgruppe als Kooperation von UKE und PKT. Weitere Informationen: https://idw-online.de/de/news730149

  • 3D Systems bietet Modul zur endoskopischen submukösen Dissektion (ESD) an

    Das Training zur endoskopischen submukösen Dissektion wird in Kürze auf dem GI Mentor verfügbar sein. Der GI-Mentor von 3D Systems ist ein erstklassiger endoskopischer Simulator für das Training von gastrointestinalen oberen und unteren endoskopischen Eingriffen. Er bietet eine umfassende Bibliothek von Modulen mit mehr als 120 Aufgaben und virtuellen Patientenfällen mit realistischer Anatomie und Physiologie. Dabei ist das Komplikationsmanagement ein integraler Bestandteil des Verfahrens. Endoskopische Aufnahmen und radiale endoskopische Ultraschallaufnahmen eines submukösen Tumors im mittleren Ösophagus. Die Submukosa ist auf dem Ultraschallbild als dunkler Ring zu erkennen. (Die Pfeile haben an dieser Stelle keine Bedeutung). Foto: Samir, Wikipedia. Die Submukosa (Tela submucosa) ist eine dünne Bindegewebsschicht, die in vielen Hohlorganen direkt unter der Schleimhaut (Mukosa) liegt. Die endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Entfernung von großen, flachen Tumoren und Frühformen von Krebs im Magen, Darm und der Speiseröhre. Die Technik beherrschen zu lernen ist notwendig, ein Simulationsmodell daher wünschenswert und praktisch. Die demnächst verfügbare Simulation der endoskopischen Schleimhautresektion (EMR) bietet die Möglichkeit der injektionsunterstützten Polypektomie für verschiedene pathologische Läsionen unter Verwendung gängiger Injektionsmaterialien, Fangvorrichtungen und verschiedener Komplikationsbehandlungen. Das Modul ermöglicht auch das Üben der Diagnose von Läsionen vor dem Eingriff unter Verwendung der optischen endoskopischen Bildgebungstechnik und der Klassifizierung von Läsionen. Die Simulationen der ESD sollen zukünftig u.a. das Üben der Markierung von Läsionsrändern und der vollständigen submukösen Dissektion ermöglichen, wobei alle gängigen Geräte zur Kauterisation mit geeigneten Arbeitsmodi verwendet werden. Weitere Informationen unter: https://surgicalscience.com/simbionix/ Ein Video zur Technik ist hier zu sehen: https://www.medical-videos.com/de/endoskopische-submukosa-dissektion-esd-mit-hybridknife/

  • An Hamburger Hochschulen soll künftig weniger Tierverbrauch stattfinden

    Auch wenn es mittlerweile viele gleichwertige alternative Lehrmethoden gibt, gehört die Nutzung von getöteten oder lebenden Tieren immer noch zu den etablierten Lehrmethoden in den einschlägigen Studiengängen. Die Hamburger Bürgerschaft unter rot-grüner Regierung hat am 4. Dezember Änderungen des Hochschulgesetzes beschlossen, welche positive Schritte in Richtung tierverbrauchsfreie Lehre bedeuten. So sollen die Hochschulen die Entwicklung von Ersatzmethoden zum Tierverbrauch voranbringen und die Verwendung von Tieren im Studium soweit wie möglich reduziert werden. Eine Freistellungsklausel ermöglicht Studierenden im Einzelfall auf Übungen an Tieren zu verzichten. Damit ist Hamburg das sechste Bundesland mit dieser Regelung, welche den Hochschulen explizit vorgibt, das bestehende Tierschutzgesetz einzuhalten, das heißt Tierversuche nur durchzuführen, wenn der Zweck nicht mit anderen Methoden erreicht werden kann. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat die Initiatoren zuvor aufgefordert, aus Tierschutzsicht strengere Regeln einzuführen als in den Bundesländern Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen und sich zumindest am fortschrittlicheren hessischen Gesetzestext zu orientieren. Immerhin eine Erweiterung enthält das Gesetz nun, so dass in der Lehre neben getöteten Tieren auch auf lebende Tiere verzichtet werden soll. Hier sind die hinzugefügten Regelungen im Hamburger Hochschulgesetz: Absatz 15 „(15) Die Hochschulen fördern in den entspre­chenden Fächern die Entwicklung von Metho­den und Materialien, die die Verwendung von lebenden oder eigens hierfür getöteten Tieren verringern oder ganz ersetzen können.“ In § 49 Absatz 2: „Sofern es die mit dem Studium bezweckte Be­rufstätigkeit zulässt, andere Lehrmethoden und -materialien einzusetzen, soll in der Lehre auf die Verwendung von lebenden oder eigens hierfür getöteten Tieren verzichtet werden.“ In § 50 Absatz 4 „(4) Auf begründeten Antrag kann der Prü­fungsausschuss im Einzelfall zulassen, dass einzelne in der Prüfungsordnung vorgeschrie­bene Studien- und Prüfungsleistungen ohne die Verwendung eigens hierfür getöteter Tiere erbracht werden können.“ Musteranträge zur Befreiung von Lehrveranstaltungen mit Tierverbrauch sind nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes unter dem Leitfaden für Studierende auf dieser Plattform zu finden.

  • Neue Übungsszenarien für den ANGIO Mentor-Simulator

    Der ANGIO Mentor-Simulator von 3D-Systems bietet praktische Übungen für endovaskuläre Eingriffe, die unter Durchleuchtung in einer umfangreichen und vollständigen simulierten Virtual-Reality-Umgebung durchgeführt werden. Er bietet eine umfassende Lösung für Einzel- und Teamtrainings für Lernende aller Niveaus und verschiedener Disziplinen, einschließlich interventioneller Kardiologie, interventioneller Radiologie, Gefäßchirurgie, kardiothorakaler Chirurgie, Elektrophysiologie, interventioneller Neuroradiologie, Neurochirurgie und Trauma. Die einzigartige Technologie ermöglicht eine realistische Visualisierung der Anatomie und der Instrumentenaktivität. Diese Technologie wird mit einem High-End-Haptiksystem für visuelles und taktiles Feedback kombiniert, das das Erscheinungsbild tatsächlicher endovaskulärer Eingriffe realistisch nachahmt. Eine ständig wachsende Bibliothek von Modulen bietet ein aktuelles Curriculum mit grundlegenden und fortgeschrittenen Fällen. Das System bietet mehr als 30 verschiedene endovaskuläre Eingriffe und über 230 Patientenszenarien. Es werden ständig neue Inhalte entwickelt und die vorhandenen Module aktualisiert. Jetzt bieten die Koronarmodule auch Szenarien für die post-TAVI perkutane koronare Intervention über femoralen und radialen Zugang. Weitere Informationen unter: https://surgicalscience.com/simbionix/ https://surgicalscience.com/news/angio-mentor-plays-a-key-role-in-neurosurgeons-training/

  • Neues im Bereich klinische Simulatoren von 3D Systems (ehemals Symbionix)

    Neu: Clipping bei Magenblutungen Das Clipping für Magenblutungen wird demnächst in den Gastric Emergency Bleeding Modules für den Simbionix GI-Mentor verfügbar sein. Die Module bestehen aus virtuellen Patienten mit Notblutungen im oberen Gastrointestinaltrakt. Diese herausfordernden Fälle erfordern eine sofortige Diagnose und Behandlung mit einer Vielzahl von endoskopischen Instrumenten. Die Begegnung mit diesen Stresssituationen in einer ruhigen und kontrollierten Umgebung hilft, den Auszubildenden auf das tatsächliche Auftreten von Blutungssituationen vorzubereiten. Neu erschienen: Neck Module Das neue Halsmodul für den U/S (Ultraschall)-Mentor umfasst verfahrenstechnische Aufgaben sowie klinische Fälle für das diagnostische Hals- U/S-Untersuchungstraining unter Verwendung einer besonderen linearen Sonde. Video: https://vimeo.com/354508286/acbc84c055 RobotiX Mentor für Zertifizierung Der RobotiX Mentor wird verwendet, um standardisierte Schulungen und Zertifizierungen für die robotergestützte gynäkologische Chirurgie durch die Gesellschaft für Roboter-assistierte Chirurgie in der Gynäkologie (SERGS) voranzutreiben. Klinische Validierungsstudien 3D Systems hat Sammlungen von klinischen Validierungsstudien zum Lap Mentor sowie RobotiX Mentor zusammengestellt. https://surgicalscience.com/simulators/lap-mentor/ https://surgicalscience.com/simulators/robotix-mentor/

  • Weitere US-Klinik beendet Tiergebrauch für die Notfallmedizin-Ausbildung

    Notfall-OP. Foto: Sasint, pixabay. Die US-amerikanische Ärztekommission für verantwortungsbewusste Medizin, eine gemeinnützige Organisation mit mehr als 12.000 Ärzten, erreichte durch mehrfache Aufforderungen, dass die Verwendung lebender Tiere im Notfallmedizin-Ausbildungsprogramm der Mayo-Klinik in Rochester, Minnesota eingestellt wurde. Im Februar reichte die Ärztekommission beim US-Landwirtschaftsministerium eine Beschwerde wegen dieser Praxis ein. Zuvor mussten die Assistenzärzte der Mayo-Klinik invasive Atemwegsverfahren an lebenden Schweinen trainieren. Derzeit schließen 96 Prozent der in den USA und Kanada untersuchten Notfallmedizin-Ausbildungsprogramme (260 von 270) die Verwendung lebender Tiere vom Training aus. Sie verwenden ausschließlich moderne, für den Menschen relevante Trainingsmethoden. Patientensimulatoren und Trainer für Teilaufgaben verfügen über Schichten von lebensechter Haut, Fett und Muskeln, die die menschliche Anatomie exakt nachbilden und wiederholtes Üben ermöglichen. Weitere Informationen unter: https://www.pcrm.org/news/news-releases/mayo-clinic-ends-animal-use-resident-training

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