
Tiere in der Ausbildung

Am Ende des Kurstages: Zerschnittene Rattenkörper im Abfallbehälter. Foto: Ärzte gegen Tierversuche/SATIS
Quelle:
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissen/bilder
Präparation von Organen einer Ratte.
Foto: Ärzte gegen Tierversuche/SATIS
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissen/bilder

Wer z.B. Biologe, Biologielehrer, Arzt oder Tierarzt werden möchte, wird an vielen deutschen Universitäten im Laufe seines Studiums mit der Verwendung von Tieren konfrontiert. In den Praktika zur Morphologie werden Tiere verschiedener Arten im Vorfeld getötet und seziert, um den Aufbau der unterschiedlichen Organisationsformen im Tierreich nachzuvollziehen. In den Kursen der Physiologie, der Lehre von den Lebensvorgängen, werden besonders häufig Organe zuvor bereits getöteter überzähliger, ehemaliger Versuchstiere wie Mäuse und Ratten verwendet.
Zu den TierVERSUCHEN gehören nach dem deutschen Tierschutzgesetz (§7) nicht nur Eingriffe oder Behandlungen an lebenden Tieren zu Forschungszwecken, sondern auch in der Aus-, Fort- oder Weiterbildung. Wird ein Tier getötet, ohne zuvor einen Versuch an ihm vorgenommen zu haben, um danach Organe oder Gewebe daraus zu entnehmen und diese zu Forschungszwecken oder zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung zu verwenden, dann handelt es sich um eine TierTÖTUNG.
Aber - egal ob Tiertötung oder Tierversuch, für beide gilt: Sie dürfen nur durchgeführt werden, sofern es nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine alternativen Lehrmethoden gibt. So nutzen immer mehr Universitäten tierleidfreie Lehrmethoden wie Videos, Modelle, Simulationsprogramme und -geräte, Selbstversuche, Dauerpräparate und Spendertiere, die natürlich verstorben sind oder aus medizinischen Gründen eingeschläfert wurden.
Es sehen mittlerweile die Hochschulgesetze 11 deutscher Bundesländer das Recht von Studierenden vor, die Teilnahme an Übungen mit Tierverbrauch aus ethischen Gründen zu verweigern. Aber nicht selten müssen die Studierenden ihr Recht aktiv durchsetzen. Wie das geht wird hier ausführlicher beschrieben:
